Gerhard Z E G G E R T

21.10.1896 geboren zu Pasewalk in Pommern
Ausbildung Realgymnasium
Königliche Hochschule für Musik in Berlin
Akademisches Institut für Kirchen- und Schulmusik in Berlin
1920 Staatsexamen.
Gesamturteile: "Vorzüglich befähigt" bzw. "Vorzüglich geeignet" für das Amt eines

a) Organisten und Chordirigenten
b) Akad. Musiklehrers an höheren Lehranstalten

1920-1922 Organist und Chordirigent in Berlin-Niederschönhausen Orgelkonzerte; Aufführungen mit der Kapelle der Staatsoper; Leiter des "Männerchor ehemaliger Schüler des Domchors"; Akademischer Musiklehrer am Elisabeth Christinen-Lyceum daselbst und an der Oberrealschule in Berlin-Pankow.
1922 Kantor und Oberorganist an der Königin Luise Gedächtniskirche in Breslau
28.5.1924 Heirat mit Antonie geborene Lehmann
1923-1945 Kantor und Oberorganist
  • an der Haupt- und Pfarrkirche St.-Maria-Magdalena sowie
  • St. Christophori in Breslau.

Akademischer Musiklehrer

  • am Magdalenengymnasium (bis 1925) und
  • an den höheren Lehranstalten Bethanien (1937-1939)

Mehr als 430 regelmäßige Montag-Orgelkonzerte in St. Maria Magdalena. Sonntägliche Aufführungen von Bach-Kantaten im Gottesdienst mit eigenem Kirchenorchester

Zirka 100 Groß-Aufführungen mit Chor und Orchester:

J.S.Bach Matthäus-Passion Johannes-Passion Weihnachtsoratorium H-moll Messe
L.v.Beethoven C-Dur Messe Christus am Ölberg
J.Brahms Ein deutsches Requiem
J.Haas Singmesse
G.F.Händel Messias
H.Kaminski Magnificat
W.A.Mozart Requiem
G.Zeggert Messe in G-moll
seit 1924 Mitglied der staatlichen Prüfungskommissionen für

a) Organisten und Chordirigenten
b) Akad. Musiklehrer an höheren Lehranstalten (bis 1927)
c) Privatmusiklehrer
d) Staatlicher Musikberater bei der Regierung in Breslau

Lehrer am Institut für Kirchenmusik bei der Universität in Breslau (mit Unterbrechungen)

Sachverständiger des Ev.Konsistoriums der Stadt Breslau Orgelbausachverständiger, u.a. für die Neubauten:

1925 St.Katharinen-Kirche (altlutherisch), 72 Stimmen
1930 St.Christophori-Kirche (l. Prätorius-Orgel in Schlesien)
1931 Synagoge in Breslau, 63 Stimmen
1943 Dom zu Breslau (rk) kam nicht zur Ausführung Stadtorganist an der Jahrhunderthalle zu Breslau Ausbau der Orgel (1937) zur damals größten Orgel Europas mit 222 klingenden Stimmen Mehrere hundert Orgelkonzerte auf dieser Orgel, darunter auch vor Angehörigen fast aller europäischen Nationen
31.10.1942 Ernennung zum Kirchenmusikdirektor
Kirchliche Gehaltsgruppe A2c2 gemäß der staatl. Besoldungsordnung (Akademikergruppe)
Juli 1945 Mit gleichen Rechten durch die ev. Kirchenleitung Schlesien eingesetzt in Bad Warmbrunn/Riesengebirge

Regelmäßige Orgelkonzerte in Bad Warmbrunn (25) und in Hirschberg (12)

Häufige Mitwirkung des Kirchenchors in Gottesdiensten

17.u.24.3.1946 Zwei Aufführungen mit deutschen Solisten, Chor und Orchester:
W.A.Mozart Requiem

Einmalig unter den polnischen Zwangsverhältnissen!

25.4.1946 Vom Ev.-Luth.Oberkirchenrat in Oldenburg beauftragt mit dem Dienst eines Chorleiters und Hilfsorganisten in Rastede/0.
15.11.1946 Berufung als hauptamtl. Kantor und Organist an die evang. Stadtpfarrkirche in St.Georgen im Schwarzwald

75 Geistliche Abendmusiken mit dem damals größten evang. Kirchenchor Badens Kirchenmusikalische

Woche im Bach-Jahr 1950

Umbau der Kirchenorgel

Groß-Aufführungen für Chor und Orchester (mit dem Reutlinger Symphonieorchester bzw. den Stuttgarter Philharmonikern)

J.S.Bach Matthäus-Passion Weihnachtsoratorium Kantaten Orgelwerke
J.Brahms Ein deutsches Requiem
G.F.Händel Messias
J.Haydn Die Schöpfung
M.Reger Kantaten und Orgelwerke

Gründung eines Instrumentalkreises der Ev. Gemeindejugend Tätigkeit als Bezirkskantor: Bezirkskirchengesangstage, Mitwirkung in anderen Gemeinden

Herausgabe eines heimatkundlichen Beitrags zur Geschichte der Bergstadt und zur Entwicklung der abendländischen Musik unter dem Titel "Theoger" (1088-1118), Abt des ehemaligen Klosters St.Georgen

1947-1966 Dirigent des Männergesangvereins "Sängerbund" Zur Aufführung kommen u.a.:
J.Brahms Harzreise - Rhapsodie
M.Bruch Frithjof
E.Grieg Landerkennung
Mitwirkung bei den Chorfesten für Neue Musik in Donaueschingen und Ludwigsburg als einziger Chor des Badischen Sängerbundes
21.10.1961 Verabschiedung aus dem kirchlichen Dienst in den Ruhestand
17.7.1977 Gestorben in Konstanz

 

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