Obwohl ich kein katholisches Glaubensbekenntnis besaß, wurde ich am 01.04.1933 in der kath. Robert-Sabel-Volksschule Nr. 55, Arletiusstraße in Breslau eingeschult. Mein Klassenlehrer bis Ende des Schuljahres 1938/39 hieß Herrn Kokoschka, wohnhaft in der Kantstraße oder Kantplatz. Im siebten Schuljahr waren wir zunächst einem energischen und befähigten Lehrer, Herrn Werner, anvertraut, der uns viel Wissen vermittelt hatte. Ihm folgte dann für das letzte Vierteljahr Herr E. Schreiber, ein sehr passiver Lehrer. Im letzten Schuljahr bekamen wir als Klassenlehrer unseren Rektor Herr Krzencessa, der um 1940 seinen Namen wechselte und dann Herr Kressert hieß.

1934 zogen wir aus dem neuzeitlichen Schulgebäude in die Lehmgrubenstraße um. Während eine höhere Lehranstalt die modernen Gebäude für die Ausbildung nutzte. Nun war die Schule namenlos geworden. Im Zeugnis für das 3. Vierteljahr 1936/37 unterzeichnete als Schulleiter i.V. ein Herr Leonhardt, der mir kleinem Piefke seinerzeit natürlich kein Begriff war.

Im 1. und 2. Vierteljahr 1939 gab es für die Lehrfächer keine Einzelbeurteilungen. Der Vermerk hierfür lautete:

"Wegen des unregelmäßigen Unterrichts im Sommer 1939 und der Einberufung vieler Lehrkräfte wird auf Anordnung des Schulamtes von einer Einzelbeurteilung abgesehen."

Unter Bemerkungen fand sich in den Zeugnissen ggf. der Vermerk:

"Mangelhaft bzw. ungenügend sind die Leistungen in ..."

Nach meiner Schulentlassung besuchte ich von 1941 bis 1943 die städt. Handelsschule (Berufsfachschule) in Breslau in der Vorwerkstraße. Folgende Lehrkräfte haben mein Abschlusszeugnis 1943 unterschrieben:

Hans-Joachim Lißner (* Jan. 1927, wohnhaft Breslau), Tiergartenstr. 98, 30559 Hannover

 

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